Autonomieaufstellungen

Vom Sa. 15.02.2020 - So. 16.02.2020 in Erfurt , Salinenstraße 141

Von 09:00 bis 16:30 Uhr

Veranstalter: Roland Eggert

Autonomieaufstellungen in Erfurt

Unser Bedürfnis nach Selbstbestimmung/Autonomie ist die am stärksten wirkende Kraft in uns. Sie ist die Voraussetzung, um unsere Potentiale voll entfalten und um gesund, authentisch und frei leben zu können. Erleben wir uns darin blockiert und unterdrücken diese Kraft, richtet sie sich gegen uns - wir schränken uns ein und werden krank. Bei sehr starken Blockaden (Traumata) brauchen wir eine gezielte und gekonnte Hilfe von außen, um wieder in eine tiefe Verbindung zu uns selbst und damit in unsere Kraft und Freiheit zu kommen.

Um hier wirkungsvoller arbeiten zu können, habe ich meine Aufstellungsarbeit in den letzten Jahren sehr stark vom Familienstellen in Richtung Autonomieaufstellungen verändert. Das ist ein eigenes Format, das von Dr. Ero Langlotz entwickelt wurde.


Das eigene, souveräne, gesunde Selbst steht im Fokus der Aufstellung

Während in einer Familienaufstellung oft für einzelne Familienangehörige (oder sogar für die gesamte Familie) nach guten Lösungen gesucht wird, geht es in einer Autonomieaufstellung gezielt um die aktive Stärkung der eigenen Identiät. Hierdurch sind in der Regel auch andere in unserem Umfeld erleichtert oder sie stellen fest, dass Veränderung angesagt ist, d.h. auch sie sind gefordert, selbstverantwortlicher zu werden.

Als wichtige "Hilfsmittel" werden dafür das eigene erwachsene, gesunde Selbst, das Kindheits-Selbst und bei Gewalterfahrungen auch das Körper-Selbst mit aufgestellt. In der Aufstellung wird nun deutlich, wie stark die Selbstentfremdung ist und was uns blockiert, ganz Ich-Selbst zu sein. Durch gezielte und vielfach erprobte Schritte, wird nun die Abgrenzung zum Trauma und/oder zu symbiotischen Verstrickungen vollzogen. Anschließend wird in mehreren kleinen und vielfach bewährten Schritten eine klare Verbindung zum eigenen Selbst hergestellt. Die Verbindung zu sich selbst wird dann fast immer verblüffend einzigartig, kraftvoll und wunderschön erlebt - als würde ein Erwachen aus einem schlechten Traum (Trauma) stattfinden.

Verlust der Autonomie durch Symbiosemuster und selbsterlebte Traumata

Symbiosemuster sind gekennzeichnet durch einen Wechsel von unzureichender Abgrenzung und Überabgrenzung. Für ein Kind ist es sehr schwer bis unmöglich, sich gegenüber dem Schmerz, der Angst und der ungelösten Trauer von Familienangehörigen abzugrenzen. So kommt es zur Übernahme eines fremden Trauma in die eigene Seele (generationsübergreifende Traumata). Zusätzlich neigen traumatisierte Erwachsene zur Gewalt, zur Kontrolle, zu Manipulationen (Macht über andere) und sie sind für ein Kind emotional nicht wirklich stabil erreichbar. Dies alles kann ein oderf mehrere Traumata für das  Kind zur Folge haben. Da wir in einer traumatisierten Gesellschaft leben, ist vermutlich kaum ein Familie davon nicht betroffen (Trauma = Verlust bzw. Einschränkung der Autonomie = Selbstentfremdung).

Schon allein der ungeheure Anpassungsdruck, den fast jedes Kind zu Hause, in einer Kita und in der Schule ausgesetz ist, hat oft die Wirkung, dass wir uns anpassen, uns vergessen und uns selbst verlieren (die eigene Vitalität, Selbstbehauptung, Echtsein, Neugierde, ...). Dazu können Geburtstrauma, Einsamkeitstrauma, Gewalttrauma oder ein Überforderungstrauma kommen, um nur einige aufzuzählen. Jede schmerzhafte Erfahrung, die wir verdrängen mussten bleibt in einer Art Warteschleife und blockiert uns später ein Leben lang, bis sie emotional aufgelöst und verabschiedet wird.

In einer Autonomieaufstellung werden diese Traumata identifiziert und aus unserem Körper und unserem Bewusstsein verabschiedet. Das alles darf vorbei sein oder zurücktreten, wenn wir mit uns selbst in Verbindung sind. Autonomieaufstellungen zeigen sehr klar den Weg aus diesem Dilemma hin zu uns selbst!


„Erkenne dich Selbst!"

Autonomieaufstellungen bringen uns mit uns Selbst, mit unserem unendlichen Wert und unseren Potentialen in Verbindung

Doch getrennt von uns selbst, sind wir einsam. Dann suchen wir uns selbst in anderen Menschen, halten an ihnen fest, wollen für sie wichtig sein und heimlich über sie bestimmen (Partner, Kinder, Eltern, Freunde, etc.). Das führt zu Enttäuschungen und schmerzhaften Konflikten. Dann suchen wir uns selbst in Anerkennung von außen, in Statussymbolen oder in Dingen, die wir eigentlich gar nicht brauchen. Doch unser Selbst ist durch nichts ersetzbar, die Selbstzweifel werden eher größer. Auch viele Reisen, übermäßiger Genuss, viele Bücher, eine besondere Spiritualität, Leistungen, um geliebt zu werden, Rückzug und Einsamkeit oder Kontrolle und Macht über andere, erweisen sich als Irrwege, Sicherheit und Halt im Leben zu finden. Das können wir nur in uns selbst finden, in dem wir unser Selbst - uns Selbst- in uns wieder finden.


Autonomieaufstellungen bewirken, dass wir uns klarer und deutlicher abgrenzen können!

Und das ohne Schuldgefühle. Die Fähigkeit zur Abgrenzung ist eine zentrale Fähigkeit, um selbstbestimmt leben zu können! Erst dann können wir auf Augenhöhe in erfüllenden Beziehungen mit anderen leben - ohne Überabgrenzung und ohne Macht über andere. Damit dies gelingt, erarbeiten wir uns in der Aufstellung erneut den Zugang zu unserer gesunden Aggression. Oft musten wir uns diese in der Kindheit verbieten (Aggressionsverbot).

Autonomie bedeutet Selbstbehauptung, Selbstliebe, Selbstverantwortung und Selbstvertrauen.

Es bedeutet auch, zu wissen, wer man selbst ist, was wichtig ist und wofür wir zuständig sind. Ohne dem gehen wir über unsere eigenen Grenzen, überfordern wir uns, sind wir oft orientierungslos, enden in einer Depression oder im Burnout. Doch in uns selbst zu Hause, erkennen wir unseren Wert unabhängig vom Außen, sind nicht manipulierbar sondern souverän, wir sind durchschnittlich gesund, innerlich ruhig und sehr kraftvoll! 


Autonomieaufstellungen helfen, unbewusste, tiefe innere Konflikte und Blockaden zu lösen und alte Wunden zu heilen.

Wir haben dann unsere Energie und Lebensfreude für die anstehenden Aufgaben im Alltag zur Verfügung. Erleben uns den Herausforderungen des Alltags gewachsen und können sie kreativ lösen. Überwiegend glückliche Partnerschaften und beruflicher Erfolg sind dann kein Zufall, sondern selbstverständlich. 

Mehr dazu habe ich auf meiner Website geschrieben. Sie können gerne als Hospitant/Darsteller zu meinen Aufstellungsseminaren kommen, um meine Arbeit und dieses Aufstellungsformat kennenzuleren.

 

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